Gasfedern
Was ist es?
Gasfedern sind Bauteile, die beim Öffnen und Halten von Fahrzeugklappen unterstützen. Sie sehen meist aus wie schmale, schwarze oder metallische Zylinder mit einer herausfahrenden Stange. Im Auto werden sie oft auch als Heckklappendämpfer oder Haubendämpfer bezeichnet.
Welche Aufgabe hat es?
Gasfedern erleichtern das Anheben von schweren Klappen wie Heckklappe, Motorhaube oder Kofferraumdeckel. Sie halten die geöffnete Klappe in einer bestimmten Position, damit sie nicht von selbst zufällt. Außerdem sorgen sie für eine kontrollierte, gleichmäßige Bewegung.
Wie funktioniert es?
Im Inneren einer Gasfeder befindet sich unter Druck stehendes Gas, meist Stickstoff. Beim Öffnen drückt das Gas die Kolbenstange nach außen und unterstützt so die Bewegung der Klappe. Zusätzlich kann Öl im Inneren die Bewegung dämpfen, damit sie nicht ruckartig erfolgt.
Wo sitzt es im Fahrzeug?
Gasfedern sitzen meist seitlich an beweglichen Karosserieteilen. Typische Einbauorte sind die Heckklappe, die Motorhaube oder der Kofferraumdeckel. Bei Kombis, SUVs und Vans sind sie besonders häufig an der großen Heckklappe zu finden.
Welche Bauarten gibt es?
Es gibt einfache Gasfedern, die vor allem beim Öffnen und Halten unterstützen. Daneben gibt es gedämpfte Ausführungen, die Bewegungen besonders sanft abbremsen. Je nach Fahrzeug unterscheiden sie sich in Länge, Kraft, Befestigung und Anschlussform.
Woran erkennt man es?
Gasfedern erkennt man an ihrer länglichen Zylinderform mit einer beweglichen, glänzenden Kolbenstange. Sie sind meist paarweise links und rechts an einer Klappe befestigt. An den Enden befinden sich oft Kugelgelenke oder andere Halterungen zur Verbindung mit Karosserie und Klappe.
Wissenswerte Besonderheiten
Gasfedern sind fahrzeugspezifisch ausgelegt, weil Gewicht und Öffnungswinkel der Klappe genau passen müssen. Die angegebene Kraft wird meist in Newton angegeben und beschreibt, wie stark die Gasfeder unterstützt. Temperatur und Alter können beeinflussen, wie kräftig sich eine Gasfeder anfühlt.
